TL; DR: Während die Regierungen dazu übergehen, Straßenbenutzungsgebühren zu zahlen, um sinkende Treibstoffzölle zu ersetzen, stehen wir vor einer Wahl: Wir setzen Technologie ein, um ein besseres Verhalten zu steuern, oder wir verwandeln es in eine unvorhersehbare Einnahmequelle. Für die Automobilindustrie liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Abkehr von einer „dynamischen“ Preisgestaltung hin zu vorhersehbaren, transparenten Daten.
Die Ära der „dummen“ Fahrzeugbesteuerung geht zu Ende. Jahrzehntelang waren die Regierungen auf stetige Einnahmen aus Kaufsteuern, jährlichen Kfz-Steuer und Treibstoffabgaben angewiesen. Aber wenn Elektrofahrzeuge (EVs) zum Mainstream werden — ein Übergang, den wir alle wollen - diese Einnahmen verschwinden, weil Elektrofahrzeuge keine Kraftstoffverbrauchsteuern zahlen.
Der Ersatz? Straßenbenutzungsgebühren oder „Pay-per-Mile“. Obwohl es oft als das „fairste“ System aller Zeiten bezeichnet wird, besteht eine versteckte Gefahr, die das Rückgrat unserer Wirtschaft treffen könnte.
Zusammenfassung: Das Dilemma der Straßenbenutzungsgebühren
Die Gefahr von Umsatzeinbußen in Echtzeit
Die verführerische Vision der Straßenbenutzungsgebühren ist ein Land ohne Staus. Meine Sorge ist jedoch, was passiert, wenn dieser Algorithmus nicht zur Steuerung des Verhaltens verwendet wird, sondern um Haushaltsdefizite auszugleichen.
Wenn der Preis pro Meile aufgrund der Nachfrage in Echtzeit von Minute zu Minute zu schwanken beginnt, treten wir in einen Zustand von algorithmische Strangulation.
- Notwendigkeit versus Luxus: Bewegung ist kein Luxus. Ein Lehrer kann sich nicht aussuchen, wann der Schultag beginnt, und ein Servicetechniker muss die Kunden unabhängig von den Zuschlägen zu Spitzenzeiten erreichen.
- Das „Cash Cow“ -Risiko: Diese unverzichtbaren Mitarbeiter werden zu den Cash-Cows eines automatisierten Systems, dem sie nicht entkommen können.
Warum Stabilität das Rückgrat der Wirtschaft ist
Für einen Flottenmanager oder eine Leasinggesellschaft ist der wichtigste Faktor der Gesamtbetriebskosten (TCO). Sie können keinen Vierjahresvertrag abschließen, wenn es sich bei den Nutzungskosten um ein veränderliches Ziel handelt, das von einem „Blackbox“ -Algorithmus gesteuert wird.
Im Vereinigten Königreich bereitet das Finanzministerium bereits die Einführung einer Pay-per-Mile-Steuer speziell für Elektrofahrzeuge vor, um die Steuer auf verlorenen Treibstoff zu ersetzen. Dies ist zwar ein Schritt in Richtung eines neuen Modells, aber dessen Anwendung nur Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge birgt die Gefahr, den Übergang zu umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln zu untergraben. Fairness muss auf den Auswirkungen eines Fahrzeugs auf die Straße beruhen, nicht auf seinem Antriebsstrang.
Perspektive: Der Weg zur fairen Straßennutzung
Technologie ist nur ein Instrument; wie wir sie einsetzen, bestimmt unseren Erfolg. Damit Straßenbenutzungsgebühren funktionieren, müssen wir Prioritäten setzen Berechenbarkeit und Vertrauen durch drei Kernprinzipien:
- Beseitigen Sie die Dynamik von Minute zu Minute: Wir müssen uns von Preisen entfernen, die sich ständig ändern. Die Tarife sollten transparent und für mindestens ein Jahr festgelegt sein.
- Konzentrieren Sie sich auf die Steuerung, nicht auf die Bestrafung: Nutze Zuschläge für Hauptverkehrszeiten in Städten und Rabatte für Elektrofahrzeuge, um bessere Entscheidungen zu fördern, aber achte darauf, dass diese Regeln klar und planbar sind.
- Visuelle Konsistenz der Daten: Egal, ob Sie ein Auto konfigurieren oder eine Route planen, Sie benötigen stabile, visuell konsistente Daten, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Umsatzlücke: Die Regierungen gehen zur Bezahlung pro Meile über, um die durch die Umstellung auf Elektrofahrzeuge entgangenen Treibstoffkosten zu ersetzen.
- TCO-Risiko: Dynamische Preisgestaltung in Echtzeit macht Geschäftsplanung und langfristiges Leasing unmöglich.
- Unverzichtbare Bewegung: Wir müssen diejenigen, die ihre Lenkzeiten nicht selbst wählen können, davor schützen, unfair besteuert zu werden.
- Transparenz an erster Stelle: Eine faire Preisgestaltung erfordert feste, klare Tarife, die den Flottenmanagern echte Wahlfreiheit bieten.






